

Der Sommer ist einfach herrlich. Es sei denn, du leidest unter Heuschnupfen. Dann bringt die warme Jahreszeit oft lästigen Husten, juckende Augen und einen wahren Nies-Marathon mit sich.
Heuschnupfen (oder allergische Rhinitis) ist eine entzündliche Reaktion auf Pollen, die Menschen weltweit plagt. Für viele ist der Griff zu Antihistaminika die erste Rettung. Und sie wirken gut. Wenn du sie jedoch während der Hochphase des Pollenflugs täglich einnimmst, lohnt es sich zu verstehen, wie sie eigentlich im Körper arbeiten, welche Nebenwirkungen sie haben können und was du zusätzlich tun kannst, um dir Erleichterung zu verschaffen.
Antihistaminika blockieren Histamin – einen körpereigenen Botenstoff, der bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird. Histamin signalisiert deinem Immunsystem, die Abwehrkräfte hochzufahren. Das sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße weiten und die altbekannten Symptome ausgelöst werden: Niesen, Juckreiz, tränende Augen und Schwellungen.
Wenn Pollen der Auslöser sind, hält dein Körper sie fälschlicherweise für eine Bedrohung. Antihistaminika unterbrechen diese Fehlerkette, weshalb sie oft schon innerhalb von ein bis zwei Stunden spürbare Linderung verschaffen.
Bestimmte Lebensmittel besitzen entzündungshemmende Eigenschaften, die dazu beitragen können, die Intensität der Symptome abzumildern. Auch wenn die Wirkung von Ernährungsumstellungen von Mensch zu Mensch variiert, kann es sich lohnen, die folgenden Lebensmittel in deinen Speiseplan zu integrieren, um den Sommer mit weniger Störungen zu genießen.
Die besten Lebensmittel, die du in Betracht ziehen solltest:
Fetter Fisch: Lachs, Makrele und Sardinen stecken voller Omega-3-Fettsäuren. Diese können helfen, Entzündungen im Körper zu hemmen und die Schwere der Heuschnupfensymptome zu lindern. Untersuchungen zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren (insbesondere EPA und DHA) die Produktion entzündungshemmender Verbindungen fördern können.
Zitrusfrüchte: Zitrusfrüchte sind reich an Vitamin C und bekannt für ihre antioxidativen Eigenschaften (Quelle), die dabei helfen können, den Histaminspiegel im Körper zu senken und so Heuschnupfensymptome zu lindern. Orangen, Grapefruits und Zitronen sind hier eine gute Wahl.
Knoblauch: Knoblauch ist für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt und enthält Quercetin. Dieses Flavonoid hilft, die Ausschüttung von Histamin zu drosseln, was die allergische Reaktion limitieren kann. Die Forschung legt nahe, dass quercetinreiche Lebensmittel eine traditionelle Allergiebehandlung sinnvoll ergänzen und Symptome lindern oder ihnen sogar vorbeugen können.
Zwiebeln: Auch sie enthalten reichlich Quercetin – ein Antioxidans mit natürlicher antihistaminischer Wirkung. Mehr Zwiebeln im Essen können dabei helfen, die Heuschnupfensymptome abzuschwächen.
Regionaler Honig: Er enthält oft minimale Spuren von Pollen aus deiner direkten Umgebung. Auch wenn es paradox klingt: Der Verzehr dieser Pollen außerhalb der Saison kann deinem Immunsystem dabei helfen, sich an die spätere Pollenbelastung zu gewöhnen. Obwohl die wissenschaftliche Beweislage hier noch begrenzt ist, deuten Studien darauf hin, dass Honig Allergiesymptome lindern kann.
Probiotische Lebensmittel: Um deine Darmgesundheit und damit auch dein Immunsystem zu unterstützen, solltest du Lebensmittel auf den Speiseplan setzen, die reich an guten Bakterienkulturen sind. Dazu gehören Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi und Misopaste. Die Forschung zeigt, dass Probiotika einen positiven Einfluss auf die Linderung von Allergiesymptomen haben können.
Das Einbinden dieser Lebensmittel kann eine tolle zusätzliche Unterstützung zu deiner normalen Heuschnupfen-Routine sein. So vorteilhaft Ernährungsumstellungen jedoch auch sein können: Besprich drastische Änderungen deiner Ernährung im Zweifel immer zuerst mit medizinischem Fachpersonal. Hier mehr erfahren