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Zink in Huel und die Effekte von Antinährstoffen

Der Nährstoffbezugswert (auch ‘NRV – nutrient reference values’) – d.h. die Menge, die als Mindestaufnahme für die Bevölkerung empfohlen wird, in einer Menge, die die Anforderungen für die meisten Menschen abdeckt. Für Zink sind das 10 mg für Erwachsene (1). Wir brauchen eine ausreichende Zinkaufnahme aus unserer Ernährung, da dieses Spurenelement zahlreiche lebenswichtige Funktionen im Körper hat, einschließlich der Unterstützung einiger Enzyme, die wichtige Reaktionen ausführen. Zudem ist es an Wachstum und Entwicklung sowie dem Nerven- und Immunsystem und dem Fortpflanzungsapparat beteiligt.

Zink ist wichtig und zu wenig in unserer Ernährung verursacht Probleme in Bezug auf Wachstum und Entwicklung und ist mit neurologischen Störungen sowie Störungen des Immunsystems verbunden. Zinkmangel ist selten bei gesunden Individuen, die eine typische westliche Ernährung zu sich nehmen, obwohl der Mangel häufiger bei Veganern auftritt (2).

Das gesamte Zink im Huel-Pulver stammt natürlich aus dem enthaltenen Hafer, Leinsamen, Erbsenprotein und Reisprotein aus braunem Reis, es wurde kein zusätzliches Zink hinzugefügt.

Zink und Antinährstoffe

In Lebensmitteln sind verschiedene Substanzen enthalten, die die Absorption von einigen Mineralien, einschließlich Zink hemmen und ihre Bioverfügbarkeit beeinträchtigen. Bioverfügbarkeit bezieht sich auf die Menge eines Nährstoffs, der aufgenommen und vom Körper verarbeitet wird um seine Funktion zu erfüllen. Diese Substanzen, die die Absorption von Nährstoffen negativ beeinflussen, werden Antinährstoffe genannt – Bestandteile von Lebensmitteln, die den Nährwert anderer Nährstoffe reduzieren, obwohl sie selbst ernährungsphysiologische Vorteile bieten.

Der wichtigste Antinährstoff, der Mineralien betrifft, ist Phytinsäure. Phytinsäure, auch bekannt als Inositolhexakisphosphat, ist eine natürlich vorkommende Speicherform von Phosphor in Pflanzensamen, und die gebundene Form ist als Phytat bekannt. Hafer und Leinsamen – zwei der Hauptzutaten von Huel – sind beide reich an Phytinsäure.

Das Mahlen von Körnern und das Entfernen der Kleie verringert den Phytinsäuregehalt von Getreide und Samen (3), und sowohl die Hafer als auch die Leinsamen in Huel werden fein gemahlen, um die Phytinsäure signifikant zu senken.

Phytinsäure ist zwar ein Antinährstoff, aber es ist auch ein starkes Antioxidans mit Vorteilen für die Gesundheit (4,5,6). Es hat sich zudem gezeigt, dass es antikarzinogen ist (7) und des Weiteren Schwermetalle (z. B. Cadmium, Blei) bindet und so hilft, ihre Akkumulation im Körper zu verhindern (8).

Das Ausmaß, in dem Phytinsäure die Bioverfügbarkeit von Zink reduziert, variiert, und auch andere Bestandteile in Lebensmitteln die die Rate beeinflussen, kommen ins Spiel.

Veganer sind gefährdet, aufgrund der hohen Mengen an Phytinsäure in einer veganen Ernährung, nicht genügend Zink aufzunehmen, so dass ihnen grundsätzlich eine um 50% erhöhte Zinkaufnahme empfohlen wird als Personen, die Fleisch essen (2,9).

Die Wirkung von Phytinsäure auf Zink, wenn auch signifikant, ist deutlich geringer als ihre Wirkung auf Eisen. Des Weiteren ist Zink ist auch nicht von anderen Antinährstoffen, wie etwa anderen Mineralien betroffen. Kalzium beispielsweise kann die Bioverfügbarkeit von Eisen beeinträchtigen, hat aber wenig Einfluss auf die Zinkaufnahme beim Menschen (10,11).

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)hat die Wirkung von Phytinsäure auf die Zinkabsorption untersucht (12). Dabei wurden verschiedene Ebenen der Phytinsäureaufnahme und die Zinkanforderungen bei 300 mg bis 1200 mg Phytinsäure pro Tag betrachtetet. Dabei kam EFSA zu dem Schluss, dass die Menge von essentiellen Nährstoffen (Population Reference Intake – PRI) für erwachsene Männer 9,4 mg bis 16,3 mg Zink pro Tag und für Frauen 7,4 mg bis 12,7 mg pro Tag, proportional zur Phytinsäure-Aufnahme, betragen sollte.

Zink in Huel

Die Menge an Phytinsäure in Huel wurde gemessen und beträgt etwa 1.550mg pro 2.000 Kalorien, die Zinkmenge in 2.000 Kalorien Huel beträgt 19,8 mg (basierend auf der aktuellen Version von Huel (v2.2) für den europäischen Markt). Unter Anwendung der PRI für Zink, bei einer Anpassung für eine anteilige Menge an Zink bei 1.550mg Phytinsäure, wäre die erforderliche Menge 18,7 mg. Daher ist bei 2.000 Kalorien pro Tag die Menge von 19,8 mg mehr als ausreichend, um die Anforderungen von Männern und Frauen  zu decken.

Referenzen 

  1. Food Drink Europe. Guidance on the Provision of Food Information to Consumers, Regulation (EU) No. 1169/2011. 2013.
  2. Institute of Medicine, Food and Nutrition Board. Dietary Reference Intakes for Vitamin A, Vitamin K, Arsenic, Boron, Chromium, Copper, Iodine, Iron, Manganese, Molybdenum, Nickel, Silicon, Vanadium, and Zinc. Washington, DC: National Academy Press, 2001: 442-501.
  3. Gupta RK, et al.  Reduction of phytic acid and enhancement of bioavailable micronutrients in food grains. J Food Sci Technol. 2015; 52(2): 676-84.
  4. Graf E, et al. Phytic acid. A natural antioxidant. J Biol Chem. 1987; 262(24): 11647-50.
  5. Hawkins PT, et al. Inhibition of iron-catalysed hydroxyl radical formation by inositol polyphosphates: a possible physiological function for myo-inositol hexakisphosphate. Biochem J. 1993; 294(3): 929.
  6. Phillippy BQ & Graf E. Antioxidant functions of inositol 1,2,3-trisphosphate and inositol 1,2,3,6-tetrakisphosphate. Free Rad Biol Med. 1997; 22(6): 939-46.
  7. Shamsuddin AM. Anti-cancer function of phytic acid. Int J Food Sci Technol. 2002; 37(7): 769-82.
  8. Schlemmer U, et al. Phytate in foods and significance for humans: Food sources, intake, processing, bioavailability, protective role and analysis. Mol Nutr Food Res 2009; 53: S330-S75.
  9. Linus Pauling Institute. Zinc. http://lpi.oregonstate.edu/mic/minerals/zinc
  10. McKenna AA, et al. Zinc balance in adolescent females consuming a low- or high-calcium diet. Am J Clin Nutr. 1997; 65(5): 1460-4.
  11. Hunt JR & Beiseigel JM. Dietary calcium does not exacerbate phytate inhibition of zinc absorption by women from conventional diets. Am J Clin Nutr. 2009; 89(3): 839-43.
  12. EFSA. Scientific Opinion on Dietary Reference Values for Zinc. EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA). EFSA J. 2014. https://www.efsa.europa.eu/sites/default/files/consultation/140514%2C0.pdf

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