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Vorteile von mittelkettigen Triglyceriden (MCTs)

Was sind MCTs?

Mittelkettige Triglyceride (MCTs) sind Fetttypen und zeigen Vorteile für Gesundheit und Leistung (1,2). Triglyceride sind die Hauptbestandteile von Fetten und jedes Triglycerid besteht aus drei Fettsäuren mit einem Rückgrat aus Glycerol. Die Mehrheit der Fette in unserer Nahrung sind langkettige Triglyceride (LCTs). MCTs sind Triglyceride, bei denen die Fettsäurenstruktur 6 bis 12 Kohlenstoffatome lang ist.

Vier Hauptfettsäuren bilden MKTs, diese sind bekannt als mittelkettige Fettsäuren (MCTAs) und ihre Nummer steht für die Kettenlänge: 

  • C6:0    Capronsäure
  • C8:0    Caprylsäure
  • C10:0  Caprinsäure
  • C12:0  Laurinsäure

Laurinsäure ist eine interessante Fettsäure, denn einige Quellen bestreiten Ihre Zugehörigkeit zu MCTAs(1). Da ihre Eigenschaften sich aber signifikant von langkettigen Fettsäuren abheben, lässt sie sich besser als MCTA klassifizieren, insbesondere da sie zur Hälfte ganz genau wie andere MCTs verarbeitet wird; außerdem baut der mitochondriale Stoffwechsel nicht auf dem Cartinintransport auf, wie es bei langkettigen Fettsäuren (LCFAs) der Fall ist.

MCTs sind faktisch Arten von gesättigtem Fett, daher tragen sie auf dem Etikett zum gesättigten Fettanteil von Lebensmitteln bei – obwohl sie vom Körper ganz anders verarbeitet werden, als andere gesättigten Fette. Da gesättigte Fette übermäßig negativ wahrgenommen werden, werfen hohe Werte an gesättigten Fettsäuren auf einem Etikett ein schlechtes Licht auf das Lebensmittel, selbst wenn ein bedeutender Anteil von MCTs kommt.

MCTs sind also, im Gegensatz zu vielen anderen Fetten, nicht atherosklerotisch (Plaque-bildend) und außerdem sehr hitze- und lichtbeständig.

Verdauung, Verwertung und Stoffwechsel von MCTs

MCTs unterscheiden sich nicht nur strukturell von LCTs, sondern auch in ihrer Verwertung und Metabolisierung und werden eher wie eine energiereiche Kohlenhydratquelle behandelt, als wie ein Fett. Tatsächlich sind sie sogar etwas weniger energiereich als LCTs: statt 9,0 kcal liefern sie ca. 8,3 kcal pro Gramm.

Nach der Verdauung werden MCTs anders verwertet, als andere Fette: MCTs passieren auf passive Art die Dünndarmwand. LCTs andererseits werden ins Lymphsystem absorbiert. MCTs benötigen auch kein Gallensalz zur Verdauung und sind so für den Menschen leichter verdaulich und metabolisierbar. Die Absorbierungsrate von MCTs ist ähnlich der von Glucose und schneller als die von LCTs (2).

Verwendungsmöglichkeiten von MCTs

Wir sehen, MCTs sind sehr effiziente und energiereiche Nährstoffe und bringen so einen vielfältigen Nutzen für klinische Ernährung, Sport-Ernährung und grundsätzliche Gesundheit. MCTs werden als Fettquelle in halbelementarer Ernährung für Patienten mit Verdauungsstörungen oder Problemen bei der Verarbeitung von strukturell komplexeren Nährstoffen aus herkömmlicher Ernährung. MCTs sind auch verträglicher für Personen, die an entzündlichen Darmerkrankungen wie Crohn’s und Colitis Ulcerosa leiden (3) sowie nach einer Gallenblasenentfernung (4).

Sportler, besonders Langstreckenläufer und Radfahrer, bevorzugen die Versorgung mit MCTs und binden sie als bedeutenden Beitrag zur Kalorienaufnahme ein, besonders im Vorfeld eines Wettbewerbs. Oft bevorzugen sie MCTs auch gegenüber zusätzlichen Kohlenhydraten, da MCTs eine ebenso effiziente Energiequelle darstellen, lediglich in konzentrierterer Form; heißt: man benötigt weniger für ähnlich viel Energie (Kohlenhydrate liefern 4 kcal pro Gramm). 

Da MCFAs anders metabolisiert werden als LCFAs, folgen sie bei der Energieproduktion nicht dem typischen, metabolischen Prozess in Folge der Nahrungsaufnahme. Stattdessen werden MCFAs – mit Ausnahme der Laurinsäure – eher für Ketogenese verwendet (1). Bei Ketogenese handelt es sich um einen Stoffwechselzustand, bei dem Ketonkörper als Überlebensmechanismus gebildet werden, um Hirn und Herzmuskel funktionsfähig zu halten. Ketogene Diäten sind, obwohl kontrovers, eine beliebte Ernährungsstrategie zur Gewichtsabnahme und zeigen sich vorteilhaft bei Epilepsie und anderen neurologischen Störungen (5,6). Bei einer typischen ketogenen Diät nimmt eine Person sehr wenige Kohlenhydrate zu sich, relativ wenig Protein und viel Fett, was den Körper in einen ketotischen Zustand versetzt. MCFAs benötigen jedoch nicht die gleichen physiologischen Zustände zur Ketogenese, welche auch mit einer höheren Kohlenhydratzufuhr erfolgen kann. So sind sie besonders für Personen nützlich, die einer ketogene Diät nachgehen möchten.

MCTs in Lebensmitteln

MCTs sind in Lebensmitteln nicht allzu üblich, kommen aber in kleinen Mengen in Milchfetten wie bei Butter (ca. 8,3g pro 100g) und einigen Käsesorten (z.B. Cheddar mit typischerweise 1,9g pro 100g) vor. Die reichhaltigsten Quellen sind aber Kokosnussöl (ca. 58,7g pro 100g) und Palmöl (ca. 54,2g pro 100g).  

MCTs in Huel

Die MCTs in Huel stammen aus Kokosnussöl und werden, nach ihrer Extrahierung aus dem Öl, auf einen Träger sprühgetrocknet. Das erzeugte Pulver wird mit den anderen Zutaten von Huel vermischt. Mehr dazu hier [article coming].

Die Gesamtmenge von MCT in Huel beträgt ungefähr 1,1g pro 100g und liefert über 2,5% der Gesamtenergie von Huel. Rund 46% des gesättigten Fettanteils von Huel kommt also von MCTs. Von den MCFAs in Huel sind etwa 30-50% Caprinsäure, 52-70% Caprylsäure, 1% Capronsäure und 1-2% Laurinsäure.

Referenzen

  1. https://examine.com/supplements/MCTs/
  2. https://nutritionreview.org/2013/04/medium-chain-triglycerides-mcts/
  3. http://www.crohns.org.uk/crohns_disease/nutritional_therapy/which-dietary-treatment-should-i-choose
  4. Ladas SD, et al. Comparison of the effects of medium and long chain triglyceride containing liquid meals on gallbladder and small intestinal function in normal man. Gut. 1984; 25(4): 405-11.
  5. Neal EG, et al. A randomized trial of classical and medium-chain triglyceride ketogenic diets in the treatment of childhood epilepsy. Epilepsia. 2009; 50(5) 1109-17.
  6. Liu YM & Wang HS. Medium-chain triglyceride ketogenic diet, an effective treatment for drug-resistant epilepsy and a comparison with other ketogenic diets. Biomed J. 2013; 36(1) 9-15.

 

Über den Autor: James Collier BSc (Hons), registrierter Ernährungswissenschaftler. James hat über 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen Ernährung und Diätetik, einschließlich 7 Jahre als klinischer Ernährungsspezialist im nationalen Gesundheitsdienst. Er arbeitete in einer Reihe von klinischen Bereichen mit Menschen, mit einer Vielzahl von Beschwerden und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Außerdem absolvierte er sein Studium mit Auszeichnung in Ernährung mit Diätetik.

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