Huel

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Phytonährstoffe in Huel

Ein Phytonährstoff ist eine Substanz, die in bestimmten Pflanzen vorkommt und sich als vorteilhaft für die menschliche Gesundheit erwiesen hat, da sie eine Rolle bei der Verhinderung verschiedener Krankheiten spielt. Allerdings wird diese Substanz nicht als Nährstoff klassifiziert. Huel enthält eine Reihe natürlich vorkommender Phytonährstoffe, die im enthaltenen Hafer und Leinsamen — die zusammen über 60% von Huel ausmachen — vorhanden sind, sowie einige, die wir Huel aus natürlichen Quellen hinzugefügt haben, da sie erhebliche Vorteile für die Gesundheit bieten.

Viele Phytonährstoffe wirken als Antioxidantien. Antioxidantien sind Stoffe, die die Oxidation hemmen. Oxidation wiederum ist ein natürlich vorkommender Prozess, der die Produktion von freien Radikalen im Körper beinhaltet. Während die Produktion von freien Radikalen als Nebenprodukt von körperlicher Betätigung und des Alterungsprozesses unvermeidlich ist, müssen wir so viele wie möglich zerstören, bevor sie Schäden verursachen können. Freie Radikale sind mit dem Krankheitsprozess von Herzkrankheiten, Schlaganfall und einigen Krebsarten sowie den Zeichen des Alterns verbunden. Antioxidative Nährstoffe erhalten wir aus unserer Nahrung, dazu gehören die Vitamine C und E und das Mineral Selen. Zudem gibt es eine Reihe von Phytonährstoffen, die ebenfalls als Antioxidantien wirken, deshalb ist es wichtig, dass wir diese über unsere Ernährung aufnehmen, um unserem Körper zu helfen, sich vor Krankheiten zu schützen.

Eine Gruppe der antioxidantischen Phytonährstoffe sind die Carotinoide. Carotinoide sind eine Klasse von mehr als 750 gelben, orangenen und roten Pigmenten, die von Pflanzen synthetisiert werden. Viele von ihnen haben antioxidative Aktivität, und einige haben andere gesundheitliche Vorteile.

Eine weitere wichtige Gruppe von Phytonährstoffen sind phenolische Verbindungen. Es gibt eine große Zahl phenolischer Verbindungen, die in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen, die als Antioxidantien wirken oder auf andere Weise einen großen Nutzen für die Gesundheit haben. Hafer enthält fast 10-mal höhere Mengen an freien Phenolen und Phenolverbindungen als andere Getreide.

Im Folgenden die wichtigsten Phytonährstoffe die in Huel enthalten sind:

Lycopin

Lycopin wird als das stärkste Antioxidans Carotinoid (1) angesehen und es hat sich gezeigt, dass es das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einigen Krebsarten verringert (2). Das Lycopin in Huel wird natürlich aus Tomaten und Mais gewonnen und als Teil der maßgeschneiderten Mikronährstoffmischung hinzugefügt. Es ist verantwortlich für die roten Sprenkel, die man manchmal in Huel sieht.

Lutein

Obwohl es an sich nicht unverzichtbar ist, besteht Besorgnis darüber, dass eine luteinarme Ernährung bei älteren Menschen zu Makuladegeneration des Auges führen kann, da Lutein an der Augenpigmententwicklung beteiligt ist (3,4). Lutein ist auch ein interessantes Antioxidans. Eine kleine Menge von Lutein in Huel ist im Leinsamen vorhanden, und wir haben auch zusätzliches natürliches Lutein aus der mexikanischen Ringelblumenpflanze extrahiert und hinzugefügt.

Zeaxanthin

Zeaxanthin ist ein weiteres Carotinoid, das sowohl ein Antioxidans, als auch an der Verhinderung der Makuladegeneration beteiligt ist (4). Das Zeaxanthin in Huel wird als Teil der Zugabe des natürlichen Luteinextraktes zur Verfügung gestellt.

Ferulasäure

Diese Phenolverbindung in Huel hat eine hohe antioxidantische Aktivität und wird vom Hafer und Leinsamen bereitgestellt. Es hat zudem eine antibakterielle Wirkung und hat gezeigt, dass es das Krebsrisiko verringern kann (5).

Avenanthramide

Dabei handelt es sich um phenolische Alkaloide, die fast ausschließlich in Hafer vorkommen und da Hafer die Hauptzutat in Huel ist, ist natürlich auch eine große Menge an Avenanthramiden enthalten. Sie haben gezeigt, dass sie antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen haben (6,7). Es gibt über 20 verschiedene Arten von Avenanthramiden mit den drei am häufigsten vorkommenden Aven-A, -B und -C. Aven-C hat gezeigt, dass es die höchste Antioxidans-Kapazität (8,9) hat. Es kommt reichlich in Hafer und somit in Huel vor.

Lignane und Lignanvorläufer

Lignane sind phenolische Antioxidantien, die vor allem in Leinsamen, aber auch in Hafer vorhanden sind. Lignanvorläufer werden durch die Bakterien in unserem Darm in aktive Lignane umgewandelt 10. Die wichtigsten Lignane und Lignanvorläufer, die in Huel enthalten sind, sind Sekundär-und Hydroxymatairesinol (Hafer) (11). Die Einnahme von Lignanen aus Leinsamen wird mit einem reduzierten Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko assoziiert (12).

Tocole

Tocole sind natürliche Antioxidantien und umfassen Terpene, Terpenoide, Tocopherole und Tocotrienole, von denen einige als Vitamin E wirken. Alle sind starke Antioxidantien, Tocotrienole jedoch die stärksten (13). Huel enthält große Mengen an Tocolen.

Phytinsäure

Zu oft hören wir schlechte Dinge über Phytinsäure, da sie als Antinährstoff wirken kann; Das heißt,  dass sie kann die Bioverfügbarkeit einiger Mineralien, insbesondere Eisen und Zink, verringern kann. Allerdings ist Phytinsäure ein starkes und wirksames Antioxidans (14). Obwohl wir Eisen in unserer Ernährung brauchen, verhält es sich wie ein freies Radikal, was zu oxidativem Stress im Körper beiträgt. Phytinsäure kann überschüssiges Eisen binden und hemmen. Phytinsäure kann aber auch Schwermetalle (z.B. Cadmium, Blei) binden und hilft so, ihre Ansammlung im Körper zu verhindern. Es gibt auch Hinweise darauf, dass es antikarzinogen sein könnte.

Beta-Glucane

Beta-Glucane sind eine Art löslicher Ballaststoffe und sind ein struktureller Bestandteil der Zellwände von Hafer. Sie sind besonders interessant, da sich gezeigt hat, dass sie den Blutcholesterinspiegel senken können und somit helfen, das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen (16,17) zu reduzieren. Beta-Glucane haben auch gezeigt, dass sie dabei behilflich sind, die Blutzuckerreaktion nach einer Mahlzeit zu senken, was die Insulinsensitivität und den Glukosestoffwechsel verbessert (18,19,20).

Referenzen

  1. Di Mascio P, et al. Lycopene as the most efficient biological carotenoid singlet oxygen quencher. Arch Biochem Biophys. 1989; 274(2): 532-8.
  2. Linus Pauling Institute. α-Carotene, β-Carotene, β-Cryptoxanthin, Lycopene, Lutein, and Zeaxanthin. http://lpi.oregonstate.edu/mic/dietary-factors/phytochemicals/carotenoids
  3. Richer S, et al. Double-masked, placebo-controlled, randomized trial of lutein and antioxidant supplementation in the intervention of atrophic age-related macular degeneration: the Veterans LAST study (Lutein Antioxidant Supplementation Trial). Optometry. 2004; 75(4): 216-30.
  4. Semba RD & Dagneilie G. Are lutein and zeaxanthin conditionally essential nutrients for eye health? Med Hypotheses. 2003; 61(4): 465-72.
  5. Ibtissem B, Abdelly C & Sfar S. Antioxidant and Antibacterial Properties of Mesembryanthemum Crystallinum and Carpobrotus Edulis Extracts. Adv Chem Eng Sci.. 2012; 2(3): 359-65.
  6. Meydani, M. Potential health benefits of avenanthramides of oats. Nut Rev. 2009; 67(12): 731-5.
  7. American Association for the Advancement of Science (AAAS). The phytonutrients in oats and their role in human health: A review of the evidence. http://www.eurekalert.org/pub_releases/2013-10/pc-tpi093013.php
  8. Chu Y. Oats nutrition and technology (1st ed). 2014. Wiley Blackwell.
  9. Oats and Health: Other Health Promoting Compounds. 2016. http://www.oatsandhealth.org/composition-oats-and-health-27/other-health-promoting-compounds-oats-and-health-39
  10. Linus Pauling Institute. Lignans. http://lpi.oregonstate.edu/mic/dietary-factors/phytochemicals/lignans
  11. Smeds AI, et al. Quantification of a Broad Spectrum of Lignans in Cereals, Oilseeds, and Nuts. J Agric Food Chem. 2007; 55(4): 1337-46.
  12. Vanharanta M, et al. Risk of cardiovascular disease-related and all-cause death according to serum concentrations of enterolactone: Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study. Arch Intern Med. 2003; 12; 163(9): 1099-104.
  13. Packer L, et al. Molecular aspects of alpha-tocotrienol antioxidant action and cell signalling. J Nutr. 2001; 131(2): 369S-73S.
  14. Graf E & Eaton J. Antioxidant functions of phytic acid. Free Radic Biol Med. 1990; 8(1): 61-9.
  15. Shamsuddin AM. Anti-cancer function of phytic acid. Int J Food Sci & Tech. 2002; 37(7): 769-82.
  16. Keogh, GF, et al. Randomized controlled crossover study of the effect of a highly beta-glucan-enriched barley on cardiovascular disease risk factors in mildly hypercholesterolemic men. Am J Clin Nut. 2003; 78 (4): 711-8.
  17. Tiwari U & Cummins E. Meta-analysis of the effect of β-glucan intake on blood cholesterol and glucose levels. Nutr. 2011; 27(10): 1008-16.
  18. Wood PJ. Evaluation of oat bran as a soluble fibre source. Characterization of oat β-glucan and its effects on glycaemic response. Carb Polymers. 1994; 25(4): 331-6.
  19. Mälkki Y & Virtanen E. Gastrointestinal Effects of Oat Bran and Oat Gum: A Review. LWT – Food Sci & Tech. 2001; 34(6): 337-47.
  20. Daou C & Zhang H. Oat Beta-Glucan: Its Role in Health Promotion and Prevention of Diseases. Comp Rev Food Sci & Food Safety. 2012; 11(4): 355-65.

 

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