Fünf Wochen auf einer 100%-Huel igen Diät

Hauptziele

Im Rahmen dieser Studie sollte der Effekt des Verzehrs von Huel, einem vollwertigen Lebensmittel in Pulverform, als einziges Nahrungsmittel über einen Zeitraum von fünf Wochen untersucht werden. Die Studie wurde als „Project 100“ bezeichnet.

Das Primärziel bestand darin, physiologische Marker nach dem Verzehr von Huel über fünf Wochen zu beobachten, darunter anthropometrische, biochemische, hämatologische und endokrinologische Marker. Das Sekundärziel war es, im Rahmen des Interviews nach der Studie, positives Feedback bezüglich des körperlichen und geistigen Wohlbefindens zu erhalten.

Hintergrund

Project 100 wurde durch Mitarbeiter von Huel Ltd für Huel durchgeführt. Ursprünglich war die Studie nur für den internen Gebrauch bestimmt. Die gewonnenen Informationen sollten dem Huel Nutrition Team Erkenntnisse darüber liefern, wie sich eine vollständig auf Huel basierende Ernährung auf wichtige Blutmarker und anthropometrische Marker auswirkt und wie sich Personen fühlen, die ausschließlich Huel Pulver verzehren. Allerdings sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der Studienbericht auch für die Huel Community von Interesse ist.

Im Rahmen der Studie traten aufgrund begrenzter Ressourcen und Verfügbarkeiten personenbezogene Protokollabweichungen auf. So wurden beispielsweise nicht bei allen Teilnehmern vor der Studie die Blutmarker erfasst. Da es unzulässig wäre, aus Ergebnissen ohne Vergleichswerte vor der Studie Schlussfolgerungen abzuleiten, durften nur Ergebnisse von Teilnehmern mit vollständig erfassten Werten in den Studienbericht einfließen. Alle ungewöhnlichen Ergebnisse von Personen außerhalb der Kerngruppe wurden jedoch in der Diskussion berücksichtigt. Sämtliche Ergebnisse sind im Anhang (Seite 5–8) aufgeführt.

Zubereitung:

1. Versuchsplan

Der Versuch war als Interventionsstudie aufgebaut. Hierbei wurden die Daten von Hueligan analysiert, deren Diät für einen Zeitraum von mindestens fünf Wochen zwischen Oktober und Dezember 2018 ausschließlich aus Huel Pulver und Wasser bestand.

2. Studienpopulation

19 Freiwillige, Männer (n=17) und Frauen (n=2), nahmen ursprünglich an der Studie teil. Von diesen Personen schlossen 13 die fünfwöchige Studie ab. Drei der ursprünglichen 19 Teilnehmer konnten die Studie aufgrund von Krankheit, Verletzung oder beruflichen Verpflichtungen nicht vollständig absolvieren. Die übrigen drei Teilnehmer erschienen nicht zu Blutabnahmeterminen und wurden daher als aus der Studie ausgeschieden betrachtet. Es wurde versucht, mit jeder dieser Personen Kontakt aufzunehmen und die Gründe für den Abbruch der Teilnahme zu klären.

Bei vier der ursprünglichen 19 Freiwilligen, Männern (n=3) und Frauen (n=1), wurden alle anthropometrischen Messungen vor und nach der Studie durchgeführt und sowohl vor als auch nach der Studie Blutproben entnommen. Daher werden sie als Kerngruppe dieser Studie betrachtet (Abbildung 1). Alle Teilnehmer gaben vor der Teilnahme eine schriftliche Einwilligungserklärung ab. Jeder Teilnehmer wurde zur Feststellung des Gesundheitszustands und der Eignung für die Teilnahme an der Studie untersucht. Vor der Studie verwendeten die Teilnehmer Huel in unterschiedlichem Maße. Einige von ihnen hatten noch nie zuvor Huel benutzt, andere hatten vor der Studie über einen Zeitraum von zwei Jahren unregelmäßig Huel konsumiert. Keiner der Teilnehmer hatte bisher eine reine Huel Diät absolviert.

Der Großteil der für die Studie ausgewählten Teilnehmer stammte aus der Huel Private Tester Group. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von Personen, die zuvor Interesse an Huel Studien signalisiert und ihre Kontaktdaten angegeben hatten. Die übrigen Teilnehmer wurden direkt kontaktiert (per E-Mail oder privater Nachricht im Forum von Huel UK), sofern sie auf den Social-Media-Plattformen oder im Forum von Huel Interesse geäußert hatten, sich hauptsächlich von Huel zu ernähren.

Abbildung 1: Teilnehmerinformationen zu den vier Kernteilnehmern

Männlich Weiblich
Teilnehmernummer 1 2 3 4
Alter (Jahre) 35 57 37 39
Gewicht (kg) 73,9 89,6 104,8 83,1
Größe (cm) 179 188 175 170,9
Verwendung von Huel vor der Studie 200–400 g/Tag für 1 Jahr unregelmäßig über 2 Jahre keine 6 Wochen, 2 Mahlzeiten/Tag
Festgelegte Kalorienzufuhr mit Huel 2.600 kcal 1.800 kcal 2.200 kcal 1.900 kcal
Tägliches Kaloriendefizit* 0 -500 kcal -500 kcal -250 kcal

*Wie im Studienprotokoll erläutert

3. Studienprotokoll

Die Studienverantwortlichen erstellten für jeden Teilnehmer einen individuell angepassten Plan für den täglichen Verzehr von Huel Pulver (EU v2.3), wobei die tägliche Kalorienzufuhr anhand von Alter, Größe, Gewicht, körperlicher Aktivität und Zielen bezüglich Gewichtsabnahme, -zunahme oder -beibehaltung kalkuliert wurde. Informationen dazu wurden mit dem Gesundheits- und Aktivitätsfragebogen (Anhang, Seite 2–4) erfasst.

Am ersten Versuchstag erfolgte morgens die Entnahme der nüchternen Blutprobe vor Beginn der Diät sowie die Erfassung der anthropometrischen Daten der Teilnehmer. Die Teilnehmer wurden angewiesen, sich für einen Zeitraum von fünf Wochen ausschließlich von Huel Pulver und Wasser zu ernähren. Einzelheiten zu den diätischen Ausschlusskriterien sind im Anhang (Seite 1) aufgeführt.

Die zweite nüchterne Blutabnahme erfolgte am Tag nach Ende der fünfwöchigen Huel Diät.

Nach Ende der Studie wurden die Teilnehmer aufgefordert, einen Fragebogen zu ihren Erfahrungen mit einer reinen Huel Diät auszufüllen.

4. Messungen

4.1. Anthropometrie (1)

Die anthropometrischen Daten der Teilnehmer wurden vor und nach der fünfwöchigen Studienphase von einem geschulten Mitarbeiter mit ISAK-Akkreditierung erfasst. Die anthropometrischen Messungen erfolgten vor und nach der Studie zu etwa der gleichen Uhrzeit.

4.1.1. Größe und Körpergewicht

Die Größe (± 0,1 mm) wurde mit einem tragbaren Stadiometer des Typs seca 213 (Birmingham, Großbritannien) gemessen. Die Teilnehmer wurden mit minimaler Bekleidung auf einer Newline-Personenwaage (New York, USA) gewogen. Die Messwerte wurden auf 100 g gerundet.

4.1.2. Körperumfänge

Der Umfang von Oberarm, Wade, Taille und Hüfte wurde mit einem flexiblen, nicht elastischen Maßband gemessen. Anhand von Taillen- und Hüftumfang wurde das Taille-Hüft-Verhältnis als Marker für mögliche Gesundheitsrisiken ermittelt.

4.1.3. Taille-Hüft-Verhältnis (THV)

Das THV wurde als Quotient aus Taillenumfang und Hüftumfang ermittelt (2). Der Grenzwert für das THV betrug >0,9 für Männer und 0,85 für Frauen (2). Oberhalb dieser Werte ist das Risiko von Stoffwechselkomplikationen deutlich erhöht.

4.1.4. Body-Mass-Index (BMI)

Der BMI wurde als Quotient aus Körpergewicht (kg) und Größe² (m²) ermittelt (3). Teilnehmer mit einem Ergebnis von <18,5 galten als untergewichtig, im Bereich 18,5–24,9 als normalgewichtig, bei 25,0–29,9 als übergewichtig und bei einem Wert ≥30 als adipös mit einem hohen Risiko von schwerwiegenden Gesundheitsproblemen (2).

4.1.5. Summe von sieben Hautfalten

Hautfaltendicken (Bizeps, Trizeps, subskapular, supraspinal, Bauch, vorderer Oberschenkel, mittlere Wade) wurden gemessen und auf 1 mm gerundet. Ausgenommen davon waren geringe Werte, bei denen auf 0,5 mm gerundet wurde. Die Hautfalten wurden durch denselben Mitarbeiter dreifach gemessen. Die Messungen erfolgten auf der rechten Körperseite mithilfe eines Hautfaltenmessers des Typs Harpenden Skinfold Caliper (West Sussex, Großbritannien).

4.2. Blut

Nüchterne Blutproben wurden von ausgebildeten Phlebologen in ausgewählten Partnerkliniken in der Nähe des Wohnorts der Teilnehmer entnommen. Die Blutproben wurden durch Medichecks Ltd analysiert.

4.3. Gesundheits- und Aktivitätsfragebogen

Vor Beginn der Studie füllte jeder Teilnehmer einen Fragebogen aus. Der Fragebogen war in drei Abschnitte unterteilt. Diese enthielten Fragen zu Gesundheit und Huel Konsum, wobei im letzten Abschnitt Informationen zu Ernährung, körperlicher Aktivität und Wohlbefinden abgefragt wurden (Anhang, Seite 2–4).

4.4. Fragebogen nach der Studie

Alle Teilnehmer füllten nach der Studie einen Fragebogen zu ihren Erfahrungen im Rahmen des Versuchs aus, unter anderem wurde eine Rückmeldung zu Energie- und Stressniveau erfragt (Anhang, Seite 9–26).

Ergebnisse

1. Anthropometrische Daten (siehe Abbildung 2)

Alle Teilnehmer verloren Gewicht, der Durschnitt lag bei 6,3 kg (Spanne: 2,2–9,1 kg). Drei der vier Teilnehmer ernährten sich mit Kaloriendefizit, da sie ihr Körpergewicht reduzieren wollten.

Bei allen Teilnehmern wurde eine Verringerung der Summe von sieben Hautfalten um durchschnittlich 18,58 mm (Spanne: 10,6–27,4 mm) festgestellt. Das THV sank bei allen Teilnehmern bis auf einen um durchschnittlich 0,03 (Spanne: 0,01–0,05). Auch der BMI nahm bei allen Teilnehmern ab. Die Differenz zwischen den Werten vor und nach der Studie lag bei durchschnittlich 1,98 (Spanne: 0,7–3).

Abbildung 2: Anthropometrische Daten der vier Kernteilnehmer vor und nach der fünfwöchigen Versuchsphase

Teilnehmernummer 1 2 3 4 Mittelwert
Geschlecht Männlich Männlich Männlich Weiblich
Vorher Nachher Differenz Vorher Nachher Differenz Vorher Nachher Differenz Vorher Nachher Differenz
Größe (cm) 179 179 0 188 188 0 175 175 0 170,9 170,9 0
Gewicht (kg) 73,9 71,7 -2,2 89,6 81,7 -7,9 104,8 95,7 -9,1 83,1 77 -6,1 -6,33
BMI 23,1 22,4 -0,7 25,2 23 -2,2 34,2 31,2 -3 28,4 26,4 -2 -1,98
Taille-Hüft-Verhältnis 0,89 0,9 -0,01 0,92 0,88 -0,04 0,93 0,88 -0,05 0,81 0,78 -0,03 -0,03
Summe von sieben Hautfalten (mm) 73,3 62,7 -10,6 78,3 67,4 -10,9 176,2 150,8 -25,4 140,8 113,4 -27,4 -18,58

2. Blutwerte (siehe Abbildung 3)

Sofern nicht anders angegeben lagen alle Blutwerte laut Medichecks Ltd im optimalen Bereich.

Die folgenden Ergebnisse weisen Messwerte aus, die bei den einzelnen Teilnehmern vor oder nach dem Versuch außerhalb des Optimalbereichs lagen.

2.1. Teilnehmer 1

  • Leberfunktion – Bei den Ergebnissen vor der Studie lagen die zwei Leberfunktionsmarker Alanin-Aminotransferase (ALT) und Creatinkinase (CK) mit 83,3 IE/l bzw. 9.566 IE/l außerhalb des optimalen Bereichs. Beide Werte waren am Ende der Studie gesunken und lagen im optimalen Bereich.
  • Nierenfunktion – Die Harnsäurekonzentration lag nach der Studie höher als davor (551 µmol/l vs. 373µmol/l) und wurde als außerhalb des Optimalbereichs aufgezeigt.
  • Die Harnstoffwerte waren nach der Studie im Vergleich zu vorher leicht gestiegen auf 8,1 mmol/l und lagen um 0,03 mmol/l außerhalb des Optimalbereichs.
  • Die Messwerte für Vitamin C lagen vor der Studie bei 24 µmol/l und waren danach auf 16 µmol/l gefallen. Beide Ergebnisse lagen unterhalb des Optimalbereichs.

2.2. Teilnehmer 2

  • Die Anzahl der roten Blutkörperchen war nach der Studie im Vergleich zu vorher gesunken (von 4,6 x 10^12/l auf 4,2 x 10^12/l). Damit lag der Wert nach dem Versuch 0,2 x 10^12/l unterhalb des Optimalbereichs.
  • Anzahl der weißen Blutkörperchen – Die Konzentration der Neutrophile nach der Studie (1,31 x 10^9/l) lag um 1,91 x 10^9/l unter dem Ausgangswert und damit außerhalb des optimalen Bereichs.
  • Nierenfunktion – Die Harnstoffwerte waren nach der Studie höher als davor (4,9 zu 9,7 mmol/l). Der Wert nach der Studie lag 1,63 mmol/l über dem Optimalbereich.
  • Leberfunktion – CK war nach der Studie erhöht (344 IE/l) und lag damit außerhalb des Optimalbereichs.
  • Eisenwerte – Die Eisenwerte lagen zwar im Normbereich, waren aber nach der Studie im Vergleich zu vorher um 6,5 µmol/l gefallen.
  • Die Transferrinsättigung war bei den Messungen nach der Studie niedriger (15,9 %) als davor (27,45 %) und lag 4,1 % unterhalb des Optimalbereichs.

2.3. Teilnehmer 3

  • Nierenfunktion – Vor der Studie lagen die Harnstoffwerte bei 9,1 mmol/l und damit über dem Optimalbereich.
  • Die Kreatininwerte lagen vor der Studie über dem optimalen Bereich (133 µmol/l) und waren danach zwar gefallen (115 µmol/l), lagen aber weiterhin außerhalb des Optimalbereichs.
  • Die angenommene glomeruläre Filtrationsrate (GFR) lag vor dem Versuch unterhalb des Optimalbereichs (55,78 mmol/l), hatte diesen nach der Studie aber wieder erreicht (65,98 mmol/l).
  • Die Harnsäurekonzentration war nach der Studie höher als davor (Anstieg von 390 µmol/l auf 471 µmol/l) und lag oberhalb des optimalen Bereichs.
  • Cholesterinwerte – Die Messwerte für High-Density-Lipoprotein (HDL) waren nach der Studie (0,82 mmol/l) niedriger als davor (1,33 mmol/l) und wurden als unterhalb des Optimalbereichs eingestuft.
  • Der Wert für Folat lag vor der Studie unterhalb des optimalen Bereichs (1,77 µg/l). Dieser Wert hatte sich zwar bis zum Ende der Studie erhöht (2,93 µg/l), lag ab immer noch unter dem Optimum.

2.4. Teilnehmer 4

  • Die Erythrozytenverteilungsbreite (EVB) lag vor der Studie (11,2 %) sowie auch danach (11 %) unterhalb des optimalen Bereichs.
  • Anzahl der weißen Blutkörperchen – Die Konzentration der Monozyten lag vor der Studie unterhalb (0,18 x 10^9/l), am Ende aber innerhalb des Optimalbereichs.
  • Leberfunktion – Die Messergebnisse für Bilirubin lagen nach der Studie höher (18 IE/l) als davor (12,4 IE/l) und damit außerhalb des optimalen Bereichs.
  • Cholesterinwerte – Die Ergebnisse für das Gesamt-Cholesterin lagen vor der Studie über dem Optimalbereich (5,18 mmol/l), waren am Ende aber in den Optimalbereich gefallen (3,45 mmol/l).
  • HDL lag vor der Studie (1,12 mmol/l) sowie auch danach (0,97 mmol/l) unter dem Optimum.
  • Der Wert für LDL lag vor der Studie über dem Optimalbereich (3,52 mmol/l), danach aber innerhalb des Bereichs (2,08 mmol/l).
  • Der Wert für Nicht-HDL-Cholesterin lag vor der Studie über dem Optimalbereich (4,06 mmol/l), danach aber innerhalb des Bereichs (2,48 mmol/l).
  • Die Ergebnisse für Vitamin C lagen unterhalb des optimalen Bereichs (20 µmol/l), waren nach der Studie aber auf einen Wert innerhalb des Bereichs gestiegen (35,5 µmol/l).
  • Die Ergebnisse für Vitamin D lagen unterhalb des optimalen Bereichs (44,8 µmol/l), waren nach der Studie aber auf einen Wert innerhalb des Bereichs gestiegen (51,5 µmol/l).

2.5. Blutwerte der Teilnehmer 5–13: Anhang, Seite 5–8.

  • Leberfunktionsmarker – Bei den Teilnehmern 5–13 bezogen sich die auffälligsten Abweichungen der Blutwerte vom Optimalbereich auf Leberfunktionsmarker. Dabei zeigten die Teilnehmer 6 (346 IE/l), 9 (399 IE/l) und 12 (422 IE/l) erhöhte CK-Ergebnisse. Gleichzeitig gaben diese im Gesundheits- und Aktivitätsfragebogen häufiges Krafttraining an.
  • Gichtmarker – Der Harnsäurewert der Teilnehmer 5 und 7 lag mit 424 µmol/l bzw. 534 µmol/l oberhalb des optimalen Bereichs.
  • Eisenwerte – Teilnehmer 9 wies nach der Studie hohe Gesamteisenwerte (36,13 µmol/l) und eine hohe Transferringsättigung (62,91 %) auf. Beide Werte lagen über dem Optimalbereich. Dieser Teilnehmer nahm täglich Huel im Umfang von 3000 Kalorien zu sich.
  • Von den sieben übrigen Teilnehmern wurde nur bei Teilnehmer 10 nach der Studie ein über dem Optimum liegender Gesamtcholesterin- (7,54 mmol/l) und LDL-Wert (5,54 mmol/l) festgestellt.
  • Teilnehmer 5 und 10 wiesen einen geringen HDL-Anteil von 19,05 % bzw. 13,93 % des Gesamtcholesterins auf.
  • Entzündungsmarker – Teilnehmer 10 zeigte nach der Studie einen leicht erhöhten Wert von 6,03 mg/l für C-reaktives Protein (CRP), der über dem Optimalbereich liegt.
  • Vitamine – Die Serumfolatkonzentration von Teilnehmer 5 lag vor der Studie mit 2,49 µg/l unterhalb des Optimums. Dieser Wert war nach der Studie auf 4,53 µg/l gestiegen. Sein Vitamin-D-Spiegel stieg von 33,5 µmol/l vor der Studie auf 48,7 µmol/l nach der Studie. Allerdings lag er immer noch unter dem optimalen Bereich von 50–200 µmol/l.
  • Teilnehmer 11 und 13 wiesen nach der Studie unter dem Optimum liegende Folatwerte von 3,24 µg/l bzw. 3,86 µg/l auf.
  • Bei Teilnehmer 12 wurden nach der Studie eine unter dem Optimalbereich liegende Vitamin-C-Konzentration von 6,6 µmol/l und eine darüber liegende Vitamin-B12-Konzentration von >300 pmol/l festgestellt.
  • Bei Teilnehmer 13 wurde nach der Studie eine unter dem Optimalbereich liegende Vitamin-D-Konzentration von 35,8 µmol/l festgestellt.

3. Fragebogen nach der Studie

Im Folgenden werden die wichtigsten mit dem Fragebogen nach der Studie gewonnenen Aussagen der vier Kernteilnehmer zusammengefasst, die erläutern, wie sie die fünf Wochen mit reiner Huel Ernährung erlebt haben. Die vollständigen nach der Studie ausgefüllten Fragebögen aller Teilnehmer sind im Anhang (Seite 9–26) zu finden.

3.1. Teilnehmer 1

Teilnehmer 1 fand den Versuch zwar einfach durchzuführen und den Zeitaufwand für die Zubereitung sehr gering, er bemängelte aber die Eintönigkeit aufgrund der mangelnden Abwechslung bei Geschmack und Konsistenz.

3.2. Teilnehmer 2

Für Teilnehmer 2 war der Versuch psychologisch schwierig, da er sich ständig hungrig fühlte. Er vermutete jedoch, dass dies am Kaloriendefizit gelegen haben könnte. Die Hauptvorteile der vollständigen Ernährung mit Huel waren für ihn eine erheblich gesteigerte Flüssigkeitszufuhr und die Unterstützung bei der Gewichtsabnahme.

3.3. Teilnehmer 3

Zwar war für Teilnehmer 3 die mangelnde Abwechslung bei Geschmack und Textur langweilig, er befand jedoch auch, dass er durch den Verzehr von Huel Pulver über fünf Wochen seine Einstellung zu Lebensmitteln „resetten“ konnte. Er beschrieb seine Ernährung vor der Studie selbst als ungesund und sein Ziel war es, Fettmasse zu verlieren.

3.4. Teilnehmer 4

Teilnehmerin 4 empfand den Versuch als einfach durchzuführen und bemerkte im Laufe der Studie ein „höheres Energieniveau“, obwohl sie sich mit einem Kaloriendefizit ernährte. Das einzige negative Symptom, das sie schilderte, war ein „Salzgeschmack“ im Mund während der letzten vier Tage des Versuchs.

Bei einem Telefonat nach der Studie, erklärte Teilnehmerin 4 außerdem, dass sie vor der Studie weitere Symptome erlebt hatte, die von Interesse sein könnten. Obwohl dieses Telefonat nicht Bestandteil des ursprünglichen Protokolls war, ergab sich die Ansicht, dass diese Symptome bei den Ergebnissen berücksichtigt werden sollten. Teilnehmerin 4 berichtete, vor dem Verzehr von Huel an Kopfschmerzen gelitten zu haben (vor der Studie hatte sie Huel einige Wochen lang täglich zu ein oder zwei Mahlzeiten eingenommen). Die Kopfschmerzen traten zwei bis drei Tage nach Beendigung der Studie wieder auf, als sie kein Huel zu sich nahm.

Alle Teilnehmer gaben an, Huel nach der Studie weiterhin für ein oder zwei Mahlzeiten am Tag verwenden zu wollen.

3,5. Übrige Teilnehmer

Die übrigen Personen, bei denen vor der Studie keine Blutwerte erfasst wurden und deren Ergebnisse dementsprechend nicht im Hauptbericht zur Studie berücksichtigt wurden, füllten nach der Studie ebenfalls einen Fragebogen aus. Die hauptsächliche Rückmeldung aus den Fragebögen war, dass die Huel Diät über fünf Wochen als praktisch empfunden wurde, da durch sie der Entscheidungsprozess bei der Essenszubereitung wegfiel. Die Teilnehmer verzeichneten im Laufe der Studie ein zunehmend höheres Energieniveau. Diejenigen, die sich zu Beginn der Studie Ziele gesetzt hatten, empfanden die reine Huel Diät als hilfreich dabei, diese zu erreichen.

Die wichtigsten Negativaspekte, die von diesen Teilnehmern genannt wurden, waren die mangelnde Abwechslung bei Geschmack und Textur sowie die fehlende soziale Komponente im Vergleich zu konventionellen Mahlzeiten mit Freunden und Familie. Sechs von neun Teilnehmern meldeten Unbehagen im Magen-Darm-Trakt und ähnliche Symptome. Die wichtigsten Symptome waren Blähungen, Diarrhö und Völlegefühl, wobei drei der Teilnehmer berichteten, dass diese Symptome innerhalb der ersten Woche der Studie nachließen. Auch Kopfschmerzen wurden von drei Teilnehmern bemerkt. Diese traten ebenfalls nach der ersten Woche nicht mehr auf.

Eine der Teilnehmerinnen, die die Studie abbrach, tat dies in der zweiten Woche der fünfwöchigen Studie aufgrund von Beschwerden des Magen-Darm-Trakts.

Diskussion

Die vier Kernteilnehmer absolvierten eine fünfwöchige reine Huel Diät. Bei Beendigung des Versuchs wurden zahlreiche Verbesserungen bei anthropometrischen Markern und Blutbildmarkern festgestellt. Außerdem berichteten alle Teilnehmer von einer im Allgemeinen positiven Erfahrung.

Anthropometrie

Drei der vier Teilnehmer ernährten sich mit Kaloriendefizit, um eine Gewichtsabnahme zu unterstützen. Alle drei konnten dieses Ziel bis zur Analyse nach der Studie erreichen.

Das THV ist ein Marker für die Körperfettverteilung und ein starker eigenständiger Risikofaktor für zahlreiche mit Adipositas zusammenhängende Symptome wie Herzinfarkt, Schlaganfall und reduzierte Lebenserwartung (4, 5). Das THV gilt als aussagekräftigerer Marker für diese Krankheiten als andere Kennwerte wie beispielsweise der BMI (4, 6). Bei allen drei Teilnehmern, die sich mit Kaloriendefizit ernährten, wurde eine Verbesserung des THV verzeichnet, womit ein geringeres Risiko von Stoffwechselkomplikationen einhergeht.

Anhand der Summe von sieben Hautfaltenmessungen wird der ungefähre Körperfettanteil ermittelt. Hierbei wird die Hautfaltendicke an diversen Körperstellen gemessen (7). Alle vier Teilnehmer wiesen nach der Studie eine Verringerung der Summe von sieben Hautfalten auf, was auf einen Verlust von subkutanem Fettgewebe hindeutet.

Auch wenn der BMI gewissen Einschränkungen unterliegt (8), dient er als zusätzlicher Marker, um die Gewebemasse einer Person zu quantifizieren und diese als untergewichtig, normalgewichtig, übergewichtig oder adipös einzustufen (3). Bei allen vier Teilnehmern wurde nach der fünfwöchigen Huel Diät eine Verbesserung des BMI festgestellt. Ein zuvor „übergewichtiger“ Teilnehmer wurde dadurch „normalgewichtig“.

Blutmarker

Teilnehmer 1

Teilnehmer 1 hatte vor der Studie leicht erhöhte Werte für Alanin-Aminotransferase (ALT). Alanin-Aminotransferase ist ein Enzym, das vor allem in der Leber vorkommt und als Biomarker für die Lebergesundheit gemessen wird (9). Ergebnisse, die weniger als ein Vierfaches des höchsten Normalwerts betragen (der optimale Bereich liegt zwischen 0 und 50 IE/l), gelten lediglich als leicht erhöht (10). Die leichte asymptomatische Erhöhung der ALT-Werte vor der Studie, stellt daher keinen Grund für Bedenken dar, besonders in Betracht der Tatsache, dass sie zum Ende der Studie wieder in Normalbereich gefallen waren.

Ebenfalls erhöht waren die CK-Werte, die vor der Studie außerhalb des Optimalbereichs lagen. CK ist ein in Muskeln vorhandenes Enzym. Der häufigste Grund für eine hohe CK-Konzentration im Blut sind trainingsbedingte Muskelschäden, die für bis zu eine Woche erhöhte CK-Werte nach sich ziehen können (11). Da es sich bei Teilnehmer 1 um eine körperlich aktive Person handelt, ist die erhöhte CK-Konzentration sehr wahrscheinlich auf Muskelschäden zurückzuführen.

Die Ergebnisse von Teilnehmer 1 wiesen vor der Studie eine Vitamin-C-Konzentration unterhalb des Optimalbereichs auf, die nach der Studie noch geringer ausfiel. Hierfür können wir keine evidente Erklärung liefern, da der Vitamin-C-Wert bereits vor der Studie auffällig war.

Teilnehmer 1 zeigte, nachdem er sich fünf Wochen lang ausschließlich von Huel ernährt hatte, erhöhte Harnsäurewerte. Harnsäure ist ein Nebenprodukt des Abbaus von mit der Nahrung aufgenommenen Purinen und ein wichtiges Antioxidans, das hilft, Schäden durch freie Radikale zu verhindern (12). Chronisch hohe Konzentrationen von Harnsäure im Blut werden mit Gicht in Verbindung gebracht (12). Huel enthält eine moderate Menge Purine. Die erhöhten Messwerte für Harnsäure könnten damit zusammenhängen, dass Teilnehmer 1 Huel im Umfang von rund 2.600 Kalorien zu sich nahm.

Teilnehmer 2

Teilnehmer 2 zeigte nach der Studie eine leicht gesunkene Anzahl von roten Blutkörperchen und Neutrophilen. Da seine Ergebnisse vor der Studie im Normalbereich lagen und diese Werte für gewöhnlich täglichen Schwankungen unterliegen, müssten erst weitere Messungen vorgenommen werden, bevor Schlussfolgerungen möglich sind.

Harnstoff ist ein Stoffwechsel-Abfallprodukt und wird als Marker für die Nierenfunktion gemessen. Teilnehmer 2 wies nach der Studie einen erhöhten Harnstoffwert auf, der über dem Optimalbereich lag. Ein erhöhter Harnstoffspiegel im Plasma/Serum kann auf die gesteigerte Proteinaufnahme mit der Nahrung zurückzuführen sein (13).

Teilnehmer 2 hatte leicht erhöhte CK-Werte, trieb während der Studie aber regelmäßig Sport, sodass diese sehr wahrscheinlich auf trainingsbedingte Muskelschädigung zurückzuführen sind (13).

Die Transferrinsättigung von Teilnehmer 2 sank im Verlauf der Studie und erreicht in der Blutprobe nach der Studie einen Wert unterhalb des optimalen Bereichs. Eine geringere Transferrinsättigung spiegelt meist einen Eisenmangel wider (14). Die Eisenwerte des Teilnehmers nach der Studie lagen zwar nicht unter dem optimalen Bereich, waren im Vergleich zu vorher allerdings gefallen.

Teilnehmer 3

Teilnehmer 3 wies vor der Versuchsdurchführung bei allen Nierenfunktionsmarkern Ergebnisse außerhalb des Optimalbereichs auf. Diese könnten auf eine nicht ordnungsgemäße Funktion der Nieren hindeuten. Zwar wurden bei den Tests nach der Studie geringere Messwerte für Harnstoff und Kreatinin und damit eine deutliche Verbesserung der Nierenfunktion festgestellt, dies hängt jedoch möglicherweise nicht mit dem Verzehr von Huel zusammen.

Ähnlich wie bei Teilnehmer 1 war die Harnsäurekonzentration von Teilnehmer 3 im Vergleich zu vor der Studie gestiegen, was wahrscheinlich auf den moderaten Puringehalt von Huel zurückzuführen ist.

Teilnehmer 3 zeigte beim Vergleich der Werte vor und nach der Studie eine Abnahme des Gesamtcholesterins. Sein HDL-Cholesterin-Wert war nach der Studie auf einen Wert unterhalb des Optimalbereichs gefallen. Allerdings war auch sein LDL-HDL-Verhältnis, das ein Marker für Herzerkrankungen sein kann, im Laufe der Studie gesunken. Im Allgemeinen gilt, je niedriger dieser Wert, desto vorteilhafter ist das Cholesterinprofil einer Person. Bei übergewichtigen Menschen besteht das verstärkte Risiko eines hohen Serum-Cholesterinspiegels und ungünstiger LDL-HDL-Verhältnisse (15). Das positive Ergebnis hier ist wahrscheinlich auf seine Gewichtsabnahme in Verbindung mit dem Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Huel zurückzuführen.

Folat ist ein B-Vitamin mit diversen wichtigen Funktionen im Körper. Unter anderem trägt es zum Erhalt eines gesunden Nervensystems bei (18) und reduziert das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen (19). Bei Teilnehmer 3 wurde vor der Studie ein Folatwert unter dem Optimum gemessen. Allerdings stieg dieser während der fünfwöchigen Studie.

Teilnehmer 4

Teilnehmerin 4 wies vor und nach der Versuchsdurchführung einen leicht verringerten EVB-Wert außerhalb des Optimalbereichs auf. Da ihre Abweichungen nur leicht außerhalb des EVB-Optimalbereichs von 11,5–14,4 % lagen, wurden sie für unerheblich erachtet.

Die Anzahl der zu den weißen Blutkörperchen gehörenden Monozyten lag im Blutbild vor der Studie unterhalb des optimalen Bereichs, was ein Zeichen für eine geschwächte Immunfunktion aufgrund einer Infektion sein kann. Nach der Studie ergab die Analyse einen Anstieg der Monozyten in den optimalen Bereich, sodass der Wert als unerheblich für die Studie betrachtet wurde.

Die Messwerte für Bilirubin, ein Marker für die Leberfunktion, stiegen im Laufe der Studie und lagen am Ende leicht oberhalb des Optimums.

Bei der Blutanalyse von Teilnehmerin 4 lagen vor der Studie mehrere Cholesterinwerte außerhalb des optimalen Bereichs. Sowohl Gesamtcholesterin als auch LDL überschritten das Optimum, die Ergebnisse für HDL lagen leicht unterhalb des Optimalbereichs. Allerdings wurde nach der Studie eine Verbesserung der Cholesterinwerte festgestellt, da sich Gesamtcholesterin sowie LDL wieder innerhalb der „normalen“ Parameter befanden. Der HDL-Wert der Teilnehmerin blieb nach der Studie außerhalb des Optimalbereichs, allerdings könnte dies ähnlich wie bei Teilnehmer 3 mit einer vorteilhaften Abnahme des LDL-HDL-Verhältnisses im Verlauf der Studie erklärt werden.

Die Ergebnisse für Vitamin C lagen bei Teilnehmerin 4 vor der Studie unterhalb des optimalen Bereichs. Nach der Studie konnte bei Vitamin C allerdings ein Anstieg auf einen Wert innerhalb des Normbereichs festgestellt werden. Huel enthält eine große Menge Vitamin C, was die höheren Messwerte erklären kann.

Das Blutbild vor der Studie zeigte einen etwas zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Dies ist nicht ungewöhnlich, da der Versuch in den Monaten von Oktober bis Dezember durchgeführt wurde. In Großbritannien reicht die UVB-Strahlung des Sonnenlichts in den Wintermonaten (Oktober bis März) nicht aus, damit der Körper aktives Vitamin D synthetisieren kann (20, 21). Die Blutwerte nach der Studie wiesen jedoch eine Erhöhung des Vitamin-D-Gehalts auf, sodass die Teilnehmerin wieder über eine optimale Menge dieses essenziellen Vitamins verfügte. Huel enthält viel Vitamin D und liefert pro 2.000 Kalorien 300 % des Nährstoffreferenzwerts (NRV). Obwohl Teilnehmerin 4 Huel im Umfang von weniger als 2.000 Kalorien pro Tag konsumierte, nahm sie dennoch ausreichende Mengen Vitamin D zu sich, die dem NRV entsprechen.

Allgemeine Tendenzen/Feststellungen

Bei allen vier Kernteilnehmern verbesserte sich im Laufe der Studie das Cholesterinprofil durch eine Abnahme des Gesamtcholesterins und ein geringeres LDL-HDL-Verhältnis. Huel ist eine gute Quelle des in Hafer enthaltenen löslichen Ballaststoffs Beta-Glucan. Dieser soll den Cholesterinspiegel im Blut sowie das Risiko koronarer Herzerkrankungen reduzieren (22).

Darüber hinaus könnten die positiven Änderungen des Cholesterinstatus mit dem Fettsäurenprofil von Huel zusammenhängen. Es wurde festgestellt, dass der Austausch von gesättigten Fettsäuren durch einfach ungesättigte Fettsäuren, auch Omega-9-Fettsäuren genannt, zu einer deutlich Senkung von LDL und Gesamtcholesterin führt (16, 17). Huel ist eine gute Quelle einfach ungesättigter Fettsäuren, die hauptsächlich aus Hafer, Leinsamen und Sonnenblumenöl stammen.

Eine im Verhältnis zur Gesamtenergiezufuhr hohe Aufnahme mehrfach ungesättigter Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren führt ebenfalls zu einer Reduktion von Gesamtcholesterin und LDL (23). Huel ist reich an Omega-3-Fettsäuren, vor allem aus Leinsamen, und Omega-6-Fettsäuren, vor allem aus Sonnenblumenöl, mit einem Gehalt von 15,8 g bzw. 15,6 g pro Tag (Angaben beruhend auf Huel Pulver v2.3 Vanille).

Bei allen vier Teilnehmern wurde ein gestiegener Harnsäurewert festgestellt, zwei von ihnen lagen über dem Optimalbereich. Obwohl Teilnehmer 13 nicht zu den vier Kernteilnehmern gehörte, sollte erwähnt werden, dass er sich drei Jahre lang hauptsächlich von Huel ernährt hatte und Harnsäurewerte innerhalb des optimalen Bereichs aufwies („habe knapp 3 Jahre lang zu fast 100 % Huel verwendet“ – Anhang, Seite 25–26).

Fragebogen nach der Studie

Obwohl die meisten Teilnehmer fehlende Abwechslung bei Geschmack und Textur bemängelten, wurde die Beschwerlichkeit des Versuchs als recht gering eingestuft. Der Schwierigkeitsgrad wurde im Durchschnitt mit 4,5 beziffert (auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 1 einfach und 10 extrem schwierig bedeutet). Ein Teilnehmer, der die Schwierigkeit mit 7/8 einstufte, kam selbst zu dem Schluss, dass dies daran lag, dass er „wegen des Kaloriendefizits ständig hungrig“ war.

Praktische Aspekte scheinen einer der wichtigsten positiven Punkte einer reinen Huel Diät zu sein. Die Teilnehmer befanden den Versuch für „unkompliziert und zugänglich“, was dabei half, die Disziplin zu verbessern und bei Lebensmitteln „bessere Entscheidungen zu treffen“.

Ein Teilnehmer berichtete von einem Salzgeschmack im Mund während der letzten Woche der Studie. Dieses Symptom lässt sich nicht ohne weitere Untersuchungen erklären.

Einschränkungen der Studie

Die Studie unterlag zwei grundlegenden Einschränkungen, die beide im Falle einer Folgestudie zu berücksichtigen wären. Die offensichtlichste davon ist die Tatsache, dass alle Teilnehmer das gleiche Protokoll befolgen müssten. Zweitens würden bei der Blutanalyse mehr Vitamine und Mineralstoffe geprüft werden, was bei der aktuellen Studie aufgrund der zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht möglich war.

Zusammenfassung

Eine vollständig aus Huel Pulver bestehende Diät über einen Zeitraum von fünf Wochen führt zu positiven anthropometrischen Veränderungen, wie Verringerung von THV, Körpergewicht und Hautfaltendicke. In Verbindung mit deutlichen Verbesserungen des Blutcholesterinstatus weisen diese Ergebnisse auf eine Verringerung des Risikos kardiovaskulärer und anderer Erkrankungen hin.

Beim Verzehr von Huel Pulver als einziges Nahrungsmittel über fünf Wochen wurde eine Erhöhung der Harnsäurekonzentration festgestellt. Gichtanfällige Personen sollten Vorsicht walten lassen, wenn sie einen hohen Kalorienbedarf haben und die Verwendung von Huel als einziges Nahrungsmittel in Erwägung ziehen. Eine Begrenzung des Huel Verzehrs auf ein oder zwei Mahlzeiten/Snacks pro Tag ist hier empfehlenswert.

Alle vier Teilnehmer berichteten, dass sie die Ernährung allein mit Huel Pulver unter sozialen Gesichtspunkten als schwierig empfanden. Allerdings half der praktische Nutzwert den Teilnehmern, ungesunde Lebensmittel zu vermeiden, und alle gaben an, Huel auch nach der Studie als wichtigen Bestandteil ihrer täglichen Ernährung nutzen zu wollen.

Huel Pulver kann als einzige Nahrungsquelle dienen, wenn es im Umfang von mindestens 2.000 Kalorien täglich verzehrt wird. Dies wurde allerdings nicht direkt empfohlen. Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen die Aussage, dass Huel Pulver bedenkenlos als Komplettnahrungsmittel gebraucht werden kann. Messwerte für Blutmarker zeigen, dass eine fünfwöchige, ausschließlich auf Huel Pulver basierende Diät wahrscheinlich positive Gesundheitseffekte erzielt. Die Ergebnisse der Studie belegen außerdem die Empfehlung, dass Anwender davon profitieren, Huel Pulver als praktische Alternative zu weniger vorteilhaften Mahlzeiten zu verwenden.

Anhang

References

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